Über Christina

 

DSC_8627 - Arbeitskopie 7

Das Thema „Beziehung“ hat mich schon seit meiner Jugend fasziniert. Ich hatte eine sehr romantische Vorstellung davon.

Heute weiss ich, dass es zwar ein sehr, sehr spannendes, aber auch eines der herausforderndsten Lebensthemen ist.

 

Das war mein Weg:

Ich war Anfang 30, lebte mit meinem Mann und zwei gesunden Töchtern, hatte einen gut bezahlten Teilzeitjob als Apothekerin. Mein Mann arbeitete bei einer Fluglinie. So konnten wir viele spannende Reisen mit tollen Erlebnissen unternehmen. Und dann fragte ich mich „War es das? Wird es immer so weitergehen?“

Irgendwie fühlte ich mich mit meinem Leben:

einerseits überfordert mit zwei kleinen Kindern, meinem Job und dem leistungsorientierten Anspruch an mich, sowohl eine perfekte Mutter und Ehefrau, als auch eine sich ständig weiterbildende Apothekerin zu sein – andererseits auch nicht wirklich erfüllt. Mir fehlte trotz allem etwas…

Ich fiel in ein Burnout.

Und ging auf die Suche…

Therapie gab es in den 80ern noch nicht so verbreitet wie jetzt. Da empfahl mir meine Tante und Mentorin ein körperorientiertes Training, das sie selber gerade besuchte. Ich kam mit dem Flyer vom „Merz-Training“ nach Hause und sagte zu meinem Mann: „Da möchte ich hin – welches Seminar wählen wir aus?“ Er meinte: “Das in Italien“ – das war dann unser erstes Tantra-Seminar. So begann mein tantrischer Weg. Es war einfach nur toll – ich spürte mich wieder und machte beeindruckende Erfahrungen mit Atem- und Körperarbeit! Ich wollte mich für das zweijährige Merz-Training anmelden.

Mein Mann meinte dazu: „Training oder Ehe!“ Er spürte wohl, dass da grössere Veränderungen auf uns zukommen würden. Das verunsicherte ihn. Ich wollte damals meine Ehe mit zwei kleinen Kindern nicht aufs Spiel setzen – und hakte es ab.

Aber es liess mich nicht los!

Im nächsten Jahr stand mein Entschluss fest: jetzt riskiere ich es, mich anzumelden. „Dann mache ich mit!“, sagte mein Mann völlig unerwartet. Damit rettete er wohl unsere Ehe, da er bereit war, sich mit mir auf den Weg der Selbsterfahrung zu machen.

Das Training war eine starke Prüfung für jeden von uns und auch für unsere Partnerschaft. Aber wir hielten durch, und es schweisste uns sehr zusammen. Wir machten beide sehr intensive Erfahrungen – teilweise auch so etwas wie Grenzerfahrungen – auf der körperlichen, emotionalen und spirituellen Ebene. Es war super, dass wir uns über unsere Erlebnisse austauschen konnten und so viel über unsere Beziehung, Sexualität, Spiritualität lernten. Wir spürten wieder unsere Liebe zueinander, die im Alltagsstress verloren gegangen war.

Das wichtigste Ergebnis des Trainings für mich persönlich war, dass ich von einem Tag auf den anderen in der Apotheke kündigte. Ich bekam dort so starke psychosomatische Symptome, weil ich es nicht mehr vor mir verantworten konnte, Medikamente zu verkaufen und damit nur oberflächlich zu unterstützen. Ich habe erkannt, dass ganz andere Themen hinter den Beschwerden stehen. Mein Blickwinkel auf Krankheit / Gesundheit änderte sich radikal. So absolvierte ich eine 3-jährige Diplom-Ausbildung zur Lebens- und Sexualberaterin mit Erfolg und bildete mich in verschiedenen alternativ-medizinischen Richtungen immer wieder weiter.

Ich sattelte völlig um, hatte von da an eine eigene Praxis, leitete im Rahmen des Merz-Trainings Paarseminare und arbeitete dort jahrelang als Körperanalytikerin mit, leitete Frauengruppen zum Thema Sexualerziehung bei der katholischen Kirche, betreute arbeitslose Jugendliche bei der Jobsuche und vieles mehr.

Im Jänner 2013 kam es zu einem weiteren krassen Richtungswechsel meines Lebensweges: Mein Mann Michael Mürwald schlief völlig unerwartet in der Nacht ein – und wachte nicht mehr auf.

Das war ein so tiefer Schock für meine beiden Töchter und mich! Michael hinterliess ein riesiges energetisches Loch in unserer Familie. Ich funktionierte für Wochen nur ganz mechanisch. Manchmal fühlte es sich an, als ob es mich innerlich zerreissen würde. Mein Herzbereich schmerzte so sehr wie eine offene Wunde. Ich hatte keine Schutzschicht mehr um mich herum und fühlte mich so verletzlich.

Da trat Marc in mein Leben. Auch er hatte kurz vorher seine Frau verloren. Wir verstanden uns auf Anhieb – auch in unserem Schmerz und unserer Trauer.

Heute verstehe ich das so: unser beider Herzen waren durch den Schmerz so weit offen, dass die Liebe einen direkten Eingang in unser Innerstes fand. Wir zeigten uns ohne Schutzschild in unseren dunkelsten Zeiten – wir spielten uns nichts vor. Das schafft Verbindung!

So veränderte sich mein Leben wieder völlig. Ich zog in die Schweiz und lebe und arbeite seither in einer Wohngemeinschaft in der Nähe von Bern als Paar- und Sexualberaterin mit tantrisch-spirituellem Hintergrund – sowohl in Einzel- als auch Paarberatung und in Gruppen – live und online.

Es macht mein eigenes Herz weit, wenn ich meine KlientInnen zu mehr Nähe und Intimität begleiten darf und erlebe, wie durch die  Öffnung ihrer Herzen so wunderbare Transformationen möglich sind.

Gemeinsam mit meinem zweiten Mann Marc Lombard (www.marclombard.ch) leben wir unsere Vision, „schwimmende Gastgeber“ zu sein. Wir kauften ein Hausboot in Frankreich, renovierten es über ein Jahr in liebvoller (Hand-)Arbeit und  und führen Reisen mit verschiedenen Angeboten – von Kreativ-Reisen bis zu Paarreisen – mit viel Freude und Erfolg durch.

Mehr Information darüber auf www.insfliessenkommen.net.

Zum Weiterlesen >  Lebenslauf